Strategien und Ziele des RDB e.V.

Der RDB e.V. ist der Ring von Ingenieuren, Technikern und Führungskräften in allen Bergbauzweigen, in weiten Bereichen der Rohstoffindustrie und -veredelung im Über- und Untertagebau, in Behörden, Planungsbüros und Instituten, in Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten.

Der RDB e.V. steht für

  • fachliche Fortbildung in technischen wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bereichen,
  • Erfahrungsaustausch angewandter Techniken und Arbeitsverfahren,
  • Wahrung der berufsständischen Interessen.

Der RDB e.V. bekennt sich zur

  • Pflege und Erhaltung des bergmännischen Brauchtums,
  • Wahrung und Förderung der bergmännischen Kameradschaft.

Der RDB e.V. bietet

  • Rechtsschutz und Beratung in Rechtsfragen, die sich aus dem Dienstverhältnis oder der sozialen Versorgung ergeben,
  • kostenlosen Bezug der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift „bergbau“.

Geschichtliche Entwicklung

Im Jahre 1949 vereinten sich Aufsichtspersonen im Bergbau zu einer Interessengruppe und gründeten am 13. Mai 1949 unter der Bezeichnung "Ring ehemaliger Bergschüler" (ReB) eine berufsständische Vereinigung. Ziele dieser Vereinigung waren und sind die Fort- und Weiterbildung, der Betriebserfahrungsaustausch, die Wahrung von berufsständischen Interessen sowie die Pflege der bergmännischen Kameradschaft und Tradition.

Im Jahre 1960 leiteten die Bildungspolitiker eine Neuregelung des Ingenieurwesens mit entsprechenden Gesetzen des Bundes und der Länder ein. Eine Voraussetzung für die Neuordnung des beruflichen Bildungswesens war die Auflösung der "alten" Berg- und Ingenieurschulen. Die aufgelösten Einheiten dieser Schulgattung wurden durch neue Einrichtungen mit vielfältigen Bildungsmöglichkeiten ersetzt. Daraus ergab sich die Notwendigkeit zur Forderung nach unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen, Studieninhalten und -abschlüssen. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien wurden einerseits "Fachschulen im Technikerbereich" und andererseits "Fachhochschulen im akademischen Bereich" neu errichtet und betrieben.

Den Absolventen der neu errichteten Fachschulen für Bergtechnik wird der Titel "Staatlich geprüfter Techniker", den Absolventen mit einem berufsqualifizierten Abschluss an einer Fachhochschule oder wissenschaftlichen Hochschule wird der Hochschulgrad "Diplomingenieur" verliehen.

Die Bergschulabsolventen erkannten die Notwendigkeit zur Initiative, sich den neuen Gesetzgebungen anzupassen, und benannten den "ReB" am 26. Mai 1962 in "Ring Deutscher Bergingenieure" (RDB) um.

Im RDB e.V. sind Ingenieure, staatlich geprüfte Techniker und weitere Führungskräfte innerhalb und außerhalb des Bergbaues sowie Dozenten, Studierende und Fachschüler technischer oder vergleichbarer Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen.


Zweck des RDB e.V. (§2 der Satzung)

Fachliche Aus- und Fortbildung in technischen, wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bereichen

Der RDB e.V. fördert die Aus- und Fortbildung

  • als wichtige Voraussetzung für die berufliche Zukunft und Qualifizierung in Wirtschaft und Verwaltung,
  • zur Erreichung eines sinnvollen und umfassenden Umweltschutzes,
  • zur Berufsausübung auf dem deutschen und internationalen (europäischen) Markt.

Die Aus- und Fortbildung erfolgt durch Seminare, Veröffentlichungen und weitere Angebote der Bezirksvereine und des Hauptvorstandes.

Erfahrungsaustausch angewandter Techniken und Arbeitsverfahren

Erfahrungen aus angewandten Techniken und Arbeitsverfahren werden in einem breiten Angebot über die Bezirksvereine bzw. deren Bezirksgruppen vermittelt.

Wahrung der berufsständischen Interessen

Der RDB e.V. wahrt die berufsständischen Interessen seiner Mitglieder unter anderem dadurch, dass Stellungnahmen zu Gesetzesvorlagen, neuen Richtlinien, Ausbildungsvorhaben erarbeitet und veröffentlicht werden. Er arbeitet eng mit der Politik, den Verbänden und Gewerkschaften zusammen.

Erhaltung und Pflege des bergmännischen Brauchtums

Bergmännisches Brauchtum wird durch Traditionspflege bei regelmäßigen Treffen und Veranstaltungen der Mitglieder in den Bezirksvereinen erhalten. Der RDB e.V. fördert kulturelle Veranstaltungen, Vorträge und Ausstellungen, die dieses Ziel haben.

Förderung der bergmännischen Kameradschaft

Diese erfolgt überwiegend durch gemeinsame Veranstaltungen auf der Ebene der Bezirksvereine und gegebenfalls ihrer Bezirksgruppen.

Mitglied im RDB e.V. können werden: (§5 der Satzung)

  • wer einen Ausbildungsabschluss besitzt, der zur technischen Führungskraft im Bergbau befähigt,
  • wer einen Ausbildungsabschluss besitzt, der zur Führungskraft in vergleichbaren Arbeitsbereichen befähigt,
  • Dozenten, Lehrer, Studierende und Fachschüler in technischen oder vergleichbaren Bildungseinrichtungen.

Stimmberechtigung

Jedes Mitglied ist stimmberechtigt

Rechtsschutz (§ 3 der Satzung)

Der RDB e.V. berät und vertritt seine Mitglieder in allen Fragen, die sich aus dem Dienstverhältnis oder der sozialen Versorgung ergeben. Der Rechtsschutz wird auf Antrag und nach Zustimmung durch den Hauptvorstand kostenlos gewährt.

Kommunikationsmöglichkeit (§ 4 der Satzung)

Die Zeitschrift „bergbau“ erscheint monatlich und wird allen Mitgliedern kostenlos zugestellt. Sie informiert über die Aktivitäten des RDB e.V. und seiner Bezirksvereine, stellt aktuelle Entwicklungen vor, berichtet über weltweit neu eingesetzte Techniken und widmet sich vielfältigen Bildungsaufgaben sowie der Traditionspflege.

Die Zeitschrift „bergbau“ ist das offizielle Organ des RDB e.V.

  • Über die Zeitschrift werden die Mitglieder informiert.
  • In Kommentaren und Leitartikeln nimmt der RDB e.V. zum Zeitgeschehen Stellung.
  • Fragen zu berufsständischen Problemen werden erläutert und / oder kommentiert.
  • Jedes Mitglied kann sein technisches, wissenschaftliches oder führungstechnisches Wissen in anspruchsvollen Berichten
    oder Fachaufsätzen in der Zeitschrift veröffentlichen.
  • Über die Arbeit der Ausschüsse wird ausführlich berichtet.

Die Zeitschrift „bergbau“ ist ein Instrument zur Meinungsbildung.

Sie wird deshalb einem breiten Personenkreis und Trägern öffentlicher Belange zugänglich gemacht.

Beitrag

Die Mitglieder zahlen den satzungsgemässen Beitrag, der von der Delegiertenversammlung festgelegt wird.

Er vertritt den RDB e.V. nach aussen und lenkt die Vereinsarbeit. Er hält die Verbindungen zu den Bezirksvereinen, koordiniert die Arbeiten, fördert denBetriebserfahrungsaustausch und entscheidet über die Gewährung des Rechtsschutzes. Seine besondere Fürsorge gilt dem Nachwuchs und den Verbindungen zu den Bildungseinrichtungen.


Struktur des RDB e.V.

Delegiertentag

Alle zwei Jahre treffen sich die Delegierten der Bezirksvereine, um durch Beschlüsse über Anträge und Wahlen die Arbeit des RDB e.V. zu bestimmen.

Erweiterter Vorstand (EV)

Er nimmt zwischen den Delegiertentagen die Mitgliederinteressen wahr und hilft dem Hauptvorstand bei wichtigen Entscheidungen.

Hauptvorstand (HV)

Er vertritt den RDB e.V. nach aussen und lenkt die Vereinsarbeit. Er hält die Verbindungen zu den Bezirksvereinen, koordiniert die Arbeiten, fördert den Betriebserfahrungsaustausch und entscheidet über die Gewährung des Rechtsschutzes. Seine besondere Fürsorge gilt dem Nachwuchs und den Verbindungen zu den Bildungseinrichtungen.

Bezirksvereine (BV)

Die Mitglieder werden in in Bezirksvereinen regional erfasst und betreut. Diese werden von Vorständen geführt, die auf Versammlungen der Vereine gewählt werden. Um die Nähe zu den Mitgliedern zu wahren, können die Bezirksvereine Bezirksgruppen bzw. Schachtgruppen bilden, die von örtlichen Vorständen geführt werden.

Ausschüsse

Periodisch aktive Ausschüsse sind:

  • Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit (Medienbeauftragte),
  • Ingenieurausschuss für Fragen zur Ausbildung und Berufsentwicklung,
  • Rentenausschuss,
  • Ehrenrat,
  • Rechtsausschuss,
  • Antragsberatungsausschuss.

Weitere Ausschüsse können im Bedarfsfall eingerichtet werden.

Aufgaben der Ausschüsse:

  • Bearbeitung der vom Hauptvorstand zugewiesenen Aufgaben,
  • Information über ihre Tätigkeiten an den Hauptvorstand und den Erweiterten Vorstand,
  • Auflösung der Ausschüsse, wenn die Aufgaben erledigt sind bzw. Neugründung, wenn neue Aufgaben anstehen.

Betreuung

Die Mitglieder wenden sich an ihre Vertrauensleute oder ihren Bezirksvereinsvorstand oder Bezirksgruppenvorstand.

Die Student/innen werden durch ihre Sprecher vertreten, die an allen Sitzungen des Erweiterten Vorstandes teilnehmen.

Weitere Zielsetzungen

Der Hauptvorstand und die Bezirksvorstände informieren einander regelmässig gegenseitig über ihre Aktivitäten und geplanten Vorhaben. Besondere herausragende aktuelle Themen werden in der Zeitschrift „bergbau“ veröffentlicht.

Der RDB e.V. wird durch den Hauptvorstand zu besonderen oder aktuellen Themen (z.B. Aus- und Fortbildung, Energiepolitik, Umwelt) Stellung beziehen und sie gegebenenfalls in der Zeitschrift „bergbau“ einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Der Hauptvorstand und die Bezirksvereinsvorstände benennen für die Öffentlichkeitsarbeit Medienbeauftragte, die untereinander Kontakt halten und die öffentliche Meinungspflege nach innen und aussen wahrnehmen. Die Koordination der Meinungsbildung innerhalb des RDB e.V. wird vom Medienbeauftragten des Hauptvorstandes wahrgenommen. Die Medienbeauftragten sprechen im Auftrage der Vorstände. Die entsprechenden Informationen werden für die Mitglieder und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Verbindungen zu den RDB e.V. nahestehenden Organisationen, Verbänden und Behörden werden hergestellt, gepflegt und durch den Hauptvorstand den Bezirksvereinen zugänglich gemacht.

Zum Intensivieren der Arbeit in vornehmlich kleinen Bezirksvereinen sollen bei Bedarf und einvernehmlich Patenschaften entwickelt oder auch Zusammenschlüsse gefördert werden. Um dem Wunsch nach mehr Präsenz des Hauptvorstandes in den Bezirksvereinen nachzukommen, wird der Hauptvorstand jeder Einladung, soweit machbar, Folge leisten.

Der Betreuung der Student/innen an Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten gilt die besondere Aufmerksamkeit des RDB e.V. Durch Bildung eigener Bezirksvereine oder Bezirksgruppen an den Ausbildungsstätten soll eine enge Bindung an den RDB e.V. hergestellt und gepflegt werden.

Zur Verbesserung und Unterstützung der Arbeit vor Ort sollten die Werks- und Betriebsleitungen für den RDB e.V. und dessen Arbeit und Ziele gewonnen werden. Der Hauptvorstand und die jeweiligen Bezirksvereinsvorstände müssen dafür die Kontakte zu den Vorständen der Gesellschaften pflegen und ausbauen.

Gewünschte Ansprechpartner können in den Betriebserfahrungsaustauschen auch als Nichtmitglieder einbezogen werden. Der RDB e.V. wirkt aktiv daran mit, engere Verbindungen zwischen Ausbildungsstätte und Betrieb zu fördern, z.B. durch betriebsnahe Vorlesungen und Vorträge. Die Gründung von neuen Bezirksvereinen ist anzuregen und zu unterstützen. Über Patenschaften sind im Hinblick auf fehlende Organisationsstrukturen Programme für Weiterbildung und Erfahrungsaustausch zu entwickeln und bei Bedarf Hilfestellung zu leisten.

Der Hauptvorstand - Essen im Dezember 2001